Informationen
Die Abwärmenutzung aus der Papier- und Zellstofffabrik Sappi ist integrierter Bestandteil der Zukunftsstrategie „Wärmeversorgung Graz 2030/2040“ und ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit in Graz. Die ressourcenschonende und emissionsarme Fernwärmeaufbringung hilft dabei, Feinstaub und CO2-Emissionen einzusparen, wodurch positive Umwelteffekte erzielt werden.
Durch die Errichtung der entsprechenden Auskopplungsanlagen samt einer rd. 11 km langen Transportleitung von Gratkorn nach Graz wird die umweltfreundliche Nutzung von Abwärme aus der Eindampfanlage und aus der kombinierten Strom-Wärme Produktion, sowie Energie von biogenen Brennstoffen (Rinde, Ablauge) des Papier- und Zellstoffwerks Sappi in Gratkorn ermöglicht.
In der Wasserwerksgasse erfolgt die Wärmeübertragung ins Fernwärmenetz Graz, wobei eine hydraulische Trennung der Transportleitung zum FW-Netz mittels drei Wärmetauscheranlagen gegeben ist. Lag in den ersten Betriebsjahren die vereinbarte Auskopplungsmenge noch bei 150 GWh, so wurde bis 2026 eine Erhöhung der jährlichen Einspeisemenge bis zu 250 GWh und eine Einspeiseleistung bis zu 50 MW/h möglich. Folgende Technologien sind hierbei in Verwendung:
• Nutzung der Abwärme aus der Eindampfanlage
und der kombinierten Strom-Wärme-Produktion
• Energie hauptsächlich aus biogenen Brennstoffen
(Rinde, Lauge, Biomasse)
• Erhöhung der Abwärmenutzung durch Integration
einer Absorptionswärmepumpe ab 2021/2022
Jährlich können ungefähr rund 20 Prozent des Fernwärmebedarfes in Graz abgedeckt werden. Bei einer Einspeisemenge von 250 GWh/a kann der Wärmeenergiebedarf von rund 30.000 Haushalten gedeckt werden. Die jährliche CO2-Einsparung beträgt rund 67.000 t/a.
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- 2026